20.07.2021

Ministerpräsident ist Schirmherr

Michael Kretschmer sagt 2. Symposium sächsischer Schulchöre 2022 seine Unterstützung zu

„Wir brauchen nachhaltige Konzepte für die Schulchorarbeit – Evaluierung der sächsischen Schulchöre ist dafür eine Voraussetzung“ – Dieses Leitmotiv prägt die Vorbereitungen der Initiatoren auf das 2. Symposium sächsischer Schulchöre. Bei einem Treffen in der Sächsischen Staatskanzlei sicherten sich diese nun die Unterstützung von Sachsens Ministerpräsidenten. Dieser löste damit sein Versprechen ein, dass er auf dem 1. Symposium Sächsischer Schulchöre gegeben hatte: Die Evaluation der Schulchorarbeit zu unterstützen und sich für die musische Bildung an Sachsens Schulen einzusetzen.
Ministerpräsident

Rück- und Ausblick beim Treffen am 16. Juli 2021 mit Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Sächsischen Staatskanzlei. Andreas Hauffe (Sächsischer Chorverband), Torsten Tannenberg (Sächsischer Musikrat e.V.) und Prof. Olaf Katzer (Hochschule für Musik Dresden) überreichten dem Ministerpräsidenten den Tagungsband des ersten Symposiums und sprachen über die erarbeiteten Handlungsfelder. Nächstes Ziel ist u.a. die sachsenweite quantitative wie qualitative Evaluation der sächsischen Schulchorlandschaft, um die wissenschaftliche Evidenzbasis für notwendige Veränderungen zu legen. Diese sollen auf dem zweiten Symposium, das vom 18. bis 20. November 2022 an der Hochschule für Musik Dresden stattfinden wird, vorgestellt und diskutiert werden.

Foto: Maik Gärber | Sächsische Staatskanzlei

„Wir brauchen nachhaltige Konzepte für die Schulchorarbeit – Evaluierung der sächsischen Schulchöre ist dafür eine Voraussetzung“ – Dieses Leitmotiv prägt die Vorbereitungen der Initiatoren auf das 2. Symposium sächsischer Schulchöre. Bei einem Treffen in der Sächsischen Staatskanzlei sicherten sich diese nun die Unterstützung von Sachsens Ministerpräsidenten. Dieser löste damit sein Versprechen ein, dass er auf dem 1. Symposium Sächsischer Schulchöre gegeben hatte: Die Evaluation der Schulchorarbeit zu unterstützen und sich für die musische Bildung an Sachsens Schulen einzusetzen.

 

Unsere Kinder wollen singen!« Vor knapp zwei Jahren untersetzten Pädagogen aller sächsischen Schultypen, Schulchorleiter, Wissenschaftler und Vertreter von Interessengruppen und Verbänden sowie der Staatsministerien und Institutionen ihr einmütiges Resümee des 1. Symposiums Sächsischer Schulchöre mit einem umfangreichen Handlungs- und Forderungskatalog. In diesem vereinbarten sie im September 2019, gemeinsam für Sachsens Schulchorlandschaft zu handeln und dazu insbesondere die Chorarbeit an Sachsen Schulen zu erhalten, kontinuierlich zu profilieren und neu zu stimulieren.

 

»Die in unserem Tagungsband zusammengefassten Handlungsfelder sind aktueller denn je«, betonte der Initiator des Schulchorsymposiums und Hochschullehrer an der Hochschule für Musik Dresden, Olaf Katzer, bei der Übergabe des Tagungsbandes an Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Sächsischen Chorverbandes, Andreas Hauffe, und dem Geschäftsführer des Sächsischen Musikrates, Torsten Tannenberg, bat Olaf Katzer Sachsens Ministerpräsidenten, die Schirmherrschaft für das 2. Symposium Sächsischer Schulchöre im November 2022 zu übernehmen. Michael Kretschmer hatte zum 1. Symposium Sächsischer Schulchöre zugesichert, sich persönlich für eine Evaluierung der sächsischen Schulchorlandschaft einzusetzen.

 

»Das Chorsingen gehört zu unserem immateriellen Kulturerbe«, erklärt Ministerpräsident Michael Kretschmer und ergänzt: »gemeinsames Musizieren weckt die Kreativität von Kindern und Jugendlichen. Darüber fördert es die Entwicklung künstlerischer, aber auch sozialer Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler. Das gemeinschaftliche Singen an den Schulen trägt zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen bei und hat für die gesellschaftliche Wertevermittlung einen hohen Stellenwert.«

 

»Die zurückliegenden eineinhalb Jahre haben uns eindrücklich gezeigt, wie unabdingbar eine solche Evaluierung der Schulchorarbeit ist«, erklärte Andreas Hauffe, Vizepräsident des Sächsischen Chorverbandes. Er berichtete, dass in der Corona-Krise insbesondere der Musikunterricht und damit die Schulchorarbeit an Sachsens Schulen zum Erliegen gekommen ist und auch Schulchöre sich letztlich aufgelöst hätten. »Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Schulchorarbeit in allen Schultypen, aber auch in allen Kommunen Sachsens, egal ob auf dem Land, in der Kleinstadt oder großstädtischen Metropole.«

 

Auch für Torsten Tannenberg, Geschäftsführer des Sächsischen Musikrates, machte Corona die Anfälligkeit der musischen und Ensemblearbeit an Sachsens Schulen ersichtlich. »Das hat aber nur sekundär mit Corona und der wissenschaftlich belegten Gefährdung durch Aerosolverbreitung durch den Chorgesang etwas zu tun. Gegenüber den sogenannten MINT-Fächern steht die musische Ausbildung an unseren Schulen nicht gerade im Fokus, werden oftmals diese Unterrichtsfächer schneller aus den Stundentafeln gestrichen, wenn es aktuelle personelle Situationen erfordern.«

 

Aus einer Evaluation der Schulchorlandschaft ließe sich der Stellenwert der Schulchorlandschaft für die Entwicklung junger Menschen im Freistaat ableiten und es könnten auf dieser Basis konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die von Politik, Gesellschaft, den Schulen selbst, Verbänden und Interessenvertretungen sowie den Hochschulen gemeinsam umgesetzt werden könnten. Ein Sächsisches Schulchornetzwerk soll diese Zusammenarbeit zielführend koordinieren.

 

»Die Hochschule für Musik Dresden verstetigt und verstärkt bereits jetzt ihr Engagement bei der Gründung, Etablierung und Weiterentwicklung sächsischer Schulchöre. In Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen wollen wir nachhaltige Konzepte entwickeln. Das Engagement und die Begeisterung der Studierenden für die Schulchorarbeit sind groß. Wir brauchen jedoch nachhaltige Konzepte inhaltlicher und struktureller Art, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen«, so Olaf Katzer.

 

Auf dem 2. Symposium Sächsischer Schulchöre im November 2022 soll über solche Konzepte gesprochen und bereits erste Ergebnisse aus einer Evaluierung der Schulchorlandschaft erörtert werden. Federführend wird dieses Symposium abermals von der Hochschule für Musik Dresden, dem Sächsischen Chorverband und dem Sächsischen Musikrat vorbereitet. Die Zusage des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, die Schirrmherrschaft für dieses Symposium zu übernehmen, mache allen Beteiligten Mut und zeige, dass das gemeinsame Singen der Kinder und Jugendlichen in der Schule die erforderliche Aufmerksamkeit erhalten wird.


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